Gießkannenheld*innen Mannheim – Regenwasser für unsere Stadtbäume

Ort: 68165 Mannheim (Jessica)
Kategorie: Begrünung & Bepflanzung

Die Idee in einem Satz

In Mannheim sammeln Nachbar*innen Regenwasser in 1.000-Liter-Tanks und gießen damit gemeinsam gefährdete Stadtbäume in ihrer Straße – Klimaanpassung als Nachbarschaftsprojekt vor der eigenen Haustür.

So trägt die Idee zum Klimaschutz bei

Stadtbäume kühlen, spenden Schatten, filtern Luft und binden CO₂. Dürre und Hitze gefährden vor allem ältere und größere Bäume. Ohne ausreichende Bewässerung steigen Trockenstress, Schädlingsbefall und das Absterberisiko. Bei „Gießkannenheld*innen Mannheim" packen Nachbar*innen in zwei Rollen an: Standortschenker*innen stellen einen 1.000-l-IBC-Tank am Haus auf und sammeln Regenwasser vom Dach. Gießkannenheld*innen aus der Nachbarschaft holen dort Wasser und gießen damit gefährdete Stadtbäume in ihrer Straße. So entstehen lokale Bewässerungsnetzwerke, Regenwasser wird dezentral genutzt, statt in der Kanalisation zu landen, Trinkwasser wird geschont und Baumverlust durch den Klimawandel wird vermieden. Klimaanpassung zum Mitmachen!

Dafür wird das Startkapital benötigt

Die IBC-Tanks sind eine Sachspende. Das Fördergeld finanziert das notwendige Material für den Umbau zu Regenwasser-Sammelstellen: Kugelhahn, Anschlusstechnik für Fallrohr, Gießkannen, bedruckte LKW-Plane zur sichtbarbaren Kommunikation - je Wassertank: ca. 150 €.

So stärkt die Idee die Nachbarschaft

Am Tank treffen sich Nachbar*innen, sprechen sich für Gießrunden ab und übernehmen gemeinsam Verantwortung für „ihre" Bäume. Öffentliche Einrichtungen wie Schulen wirken als Multiplikatoren und binden Kinder, Familien, Anwohner*innen ein. So entsteht zuhause Selbstwirksamkeit gegen den Klimawandel.

Das ist bereits passiert

Das in Essen erprobte Konzept der Gießkannenheldinnen übertragen wir in die Stadt Mannheim an mehrere Standorte. Die Klimaschutzagentur Mannheim gGmbH koordiniert das Projekt, die Stadt Mannheim unterstützt es. Die Bedarfsanalyse und Materialplanung sind abgeschlossen, ein Kooperationspartner für den Bau der Wassertanks ist gefunden und erste Gespräche mit potenziellen Standortschenker*innen wurden geführt. Im Sommer 2026 startet die Pilotphase, danach ist die dauerhafte Verstetigung geplant.

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