Humus & Kunst - Kompost im Mönchehaus Museum Goslar
Die Idee in einem Satz
Im Garten des Mönchehaus Museum Goslar entsteht ein dreiteiliges Kompostsystem - sichtbar, beschriftet und offen für die Nachbarschaft als lebendiger Lernort für Kreislaufwirtschaft.
So trägt die Idee zum Klimaschutz bei
In Deutschland besteht Pflicht zur Mülltrennung - Bioabfälle gehören in die Biotonne, nicht in den Restmüll. Dennoch landet dort zu viel Plastik und zu wenig Verständnis. Wer nicht weiß, dass Fremdstoffe im Kompost auf dem Acker und damit im eigenen Essen landen, trennt nachlässig. Aerobe Kompostierung reduziert Methanemissionen gegenüber anaeroben Deponievorgängen erheblich. Das Endprodukt Humus speichert Kohlenstoff langfristig im Boden - über die Nekromasse der Mikroorganismen, die dabei aktiv sind. Böden sind nach den Ozeanen der größte Kohlenstoffspeicher der Erde. Unser Kompost macht diese unsichtbaren Zusammenhänge sichtbar - und verändert damit Verhalten.
Dafür wird das Startkapital benötigt
Anschaffung und Bau des dreiteiligen Kompostsystems, Infotafeln und Beschriftungen zur Bildungsarbeit sowie Materialien für die Einbindung der Nachbarschaft beim Projektstart.
So stärkt die Idee die Nachbarschaft
Der Kompost steht im öffentlichen Garten des Mönchehaus Museums - neben zeitgenössischer Kunst, im Herzen Goslars. Besucher:innen, Schulklassen und Nachbar:innen begegnen Kreislaufwirtschaft nicht als Belehrung, sondern als Teil des kulturellen Ortes.
Das ist bereits passiert
Ostern 2026 baute Kompost-Künstler Tim Steckel live eine temporäre Kompost-Skulptur im Museumsgarten - begleitet von einer Mikroben-Safari mit Mikroskop für Familien und Kinder. Die Resonanz war eindeutig: der Wunsch nach etwas Dauerhaftem ist entstanden. Die Skulptur war der Impuls - das dreiteilige Kompostsystem ist die Antwort. Museumsleitung und Trägerverein sind an Bord.
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