Mit einer Pflanzen- und Samenbörse für naturnahe Gärten in Nossendorf werben
Die Idee in einem Satz
Die Pflanzen- und Samenbörse soll Samen, Sämlinge & Pflanzen für naturnahe Stauden-, Vor- und Rabattengärten, also „Futterpflanzen“ für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere wichtige Gäste bieten
So trägt die Idee zum Klimaschutz bei
Nossendorf ist eine kleine ländliche Gemeinde (629 Einwohner) in Mecklenburg-Vorpommern. Klimaschutz ist im Ort kein positiv besetztes Thema. Rasenmähen, Thujahecken schneiden, Wege asphaltieren und Bäume fällen sind wichtiger als Natur- und Klimaschutz.
Mit der Pflanzen- und Samenbörse und dem Angebot insektenfreundlicher Pflanzen soll dafür sensibilisiert werden, im eigenen naturnahen Garten die Artenvielfalt zu vergrößern und somit einen Gegenpool zu der umgebenden industriellen Landwirtschaft zu bieten und das Nützlingssterben zu stoppen. Ebenso sollen auf der benachbarten freigelegten Streuobstwiese realisierte Beispiele einer Benjes- und Totholzhecke als kostensparende Lösung „Mulchen statt Verbrennen“ vorgelebt werden.
Dafür wird das Startkapital benötigt
Im Dorf engagieren sich wenige Menschen für Natur- und Klimaschutz. Wir wollen stärker für das Thema mobilisieren und benötigen Startkapital für den Kauf von naturnahem Saatgut, für alte und bewährte Gemüse- und Pflanzkartoffelsorten, Informationsmaterialien wie Flyer, Broschüren etc.
So stärkt die Idee die Nachbarschaft
Die Pflanzenbörse ist als Tauschbörse angelegt. Interessierte aus dem Dorf kommen mit Fragen, man tauscht Wissen und Erfahrungen aus. Imker informieren über Bienen & Wildbienen, Naturwissenschaftler über den Wert der Bäume. Ein produziertes „Zuviel“ im Garten kann auf zusätzliche Nachfrage treffen.
Das ist bereits passiert
Eine Interessengruppe Biodiversität, Streuobstwiesen und Naturgärten wurde von Aktiven gegründet. Ehrenamtliche haben die Streuobstwiese auf dem ehemaligen Schulgarten in Nossendorf aus dem Dornröschenschlaf erweckt und freigeschnitten, Obstbaumschnittkurse durchgeführt. Kontakte zu einer Mosterei, die das ungespritzte Streuobst verarbeiten wird, sind geknüpft, um Obst und Säfte an Nossendorfer abgeben zu können. Eine rudimentäre Pflanzenbörse wurde getestet – Neugierige hatten viele Fragen.
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