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Barbara
Aktionstage für Waldumbau und Klimaschutz: Die Buntspechte
Die Idee in einem Satz
Die Buntspechte sind engagierte Menschen, Familien und Teams, die bei Aktionstagen mit anpacken, um Brandenburgs trockene Wälder trotz Klimawandel gesund zu halten; wir dienen Waldumbau, Klimaschutz, Brandschutz, Bodenschutz und der Umweltbildung und alle Helferlein dürfen sich ein Andenken aus dem Wald mitnehmen, beispielsweise einen Kiefern-Abstandhalter für sicheres Radfahren.
Was die Idee verändert
Die Aktionen fördern die Resilienz (Gesunderhaltung) des Brandenburger Waldes. So tragen wir zu Klimaschutz (CO2-Speicher) und Brandschutz durch Mischwald bei. Wir wollen, dass klimagerechter Waldumbau in der Nachbarschaft stattfinden kann, auch wenn vielen Privatwaldbesitzenden dafür Kraft und Mittel fehlen. Der besonders Brand-gefährdete Wald der Umgebung gehört Kleinstwaldbesitzern, die sich oft aus Altersgründen nicht mehr so sehr um ihren Wald kümmern können, wie es der Klimawandel heute fordert.
Wie die Idee umgesetzt wird
Die Buntspechte zeigen zunächst auf meinen eigenen Flächen, was wir vorhaben und wie das dann aussieht. Andere Waldbesitzer:innen von Nebenan können ihre durchforsteten Flächen dann ebenfalls von uns klimagerecht pflegen lassen. Die Buntspechte arbeiten NICHT mit Motorsägen.
Wie man sich beteiligen kann
Familien und Teams vereinbaren einen Termin mit Barbara Ral (Tel. 0151 2886 5756), Werkzeug und eine Einweisung gibt es vor Ort. Wir machen nur ungefährliche Arbeiten, beispielsweise entfernen wir Bäumchen in Weihnachtsbaumgröße aus zu dichten Beständen mit Handsägen und Gartenscheren. Kinder können sie dann auf Haufen ziehen oder zu Tipis aneinanderstellen. In vorhandene Lücken pflanzen wir hitzetolerante Laubbäume mit Humus aus meiner Pionier-Fläche "Insel der Vielfalt", also waldeigenes Material. Wald gesund zu erhalten ist Klimaschutz durch CO2-Speicherung. Waldbrände einzudämmen ist Klimaschutz durch vermiedene CO2-Emissionen. Die Aktionstage eignen sich nicht nur für engagierte Einzelpersonen aus der Nachbarschaft, sondern auch als Familienausflug und als Teamtag für Betriebe und Organisationen (Partizipation). Erholung, Umweltbildung und aktives Anpacken lassen sich hier prima verbinden. Die Umsetzbarkeit wurde mit eng befreundeten Familien bereits getestet. Auch der Weltfriedensdienst war einen Tag lang mit einer Schulklasse zu einer Vorversion auf der Pionierfläche "Insel der Vielfalt". Indem wir im zweiten Schritt älteren Waldbesitzer:innen helfen, verbinden wir sogar Generationen. Langfristigkeit: Wir machen weiter, bis alle Flächen von Interessierten der Umgebung gepflegt wurden, so lange sich genug Aktive anmelden und die Kosten für Werkzeuge und Fahrräder gedeckt werden (Ersatzbeschaffung, Schleifen, Instandhaltung,...). Picknick bringt jeder "Buntspecht" selbst mit, kühles Brunnenwasser oder heißen Tee gibt es vor Ort. Die Anfahrt erfolgt am besten klimafreundlich: Treffpunkt ist an einer vereinbarten Bushaltestelle. Leute aus der weiteren Nachbarschaft kommen zum Bahnhof Beelitz-Heilstätten. Ein Freund aus dem Nachbarort hat gerade zehn Leih-Fahrräder fertiggemacht und bringt sie gerne an den Treffpunkt. Waldbesitzer:innen aus der Nachbarschaft können ihre Flächen durch die Buntspechte klimatolerant machen lassen. Fachwissen stammt unter anderem aus der Abstimmung mit dem Förster des benachbarten Stadtwaldes und aus Seminaren der Waldbauernschule Brandenburg. Über diesen Weg kann der Vorbildcharakter der "Buntspechte" leicht im ganzen Land Brandenburg verbreitet und zur Nachahmung empfohlen werden, einschließlich der bei jeder Durchführung gewonnenen Erfahrung. Waldaktionstage sind nicht neu, aber „endlos“ wichtig. Unsere Besonderheit liegt darin, dass in KLEINgruppen nicht nur in die Arbeit eingewiesen wird, sondern dass viel Dialog stattfindet, beispielsweise darüber, was jede:r einzelne im Alltag zum Klimaschutz beitragen kann und wer sich mit wem zum gemeinsamen Vorankommen vernetzt. Die Initiatorin Barbara Ral ist als Diplom-Biologin selbständig und war zuvor mehrere Jahre lang Klimaschutzmanagerin des Landkreises.
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