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Lea
Kleidchen, Kleidchen wechsel dich - Kleidung tauschen statt wegwerfen
Die Idee in einem Satz
Refuse, reduce, reuse, repair, recycle: Mit einer Kleidertauschkammer, Kleidertauschparties und textilen Repaircafés wollen wir für unser Dorf eine Anlaufstelle schaffen um gut erhaltene Kleidung zu tauschen und anderen für weitere Nutzung zur Verfügung zustellen.
Was die Idee verändert
Fast fashion ist ein grotesker Trend der letzten 20 Jahre und mittlerweile verursacht die gesamte Textilproduktion in nur einem Jahr über eine Milliarde Tonnen CO2. Das ist mehr als alle jährlichen internationalen Flüge und Schifffahrten zusammen und 10 % der globalen Emmissionen. Dazu kommt die Verschmutzung der Meere durch Mikroplastik aus Textilfasern und die Verwendung giftiger Chemikalien. Gleichzeitig ist die Altkleider verwertung am Limit, die mildtätige Kleiderspende in Entwicklungsländer alles andere als hilfreich (außer vielleicht in akute Katastrophengebiete).(Quelle: https://www.dw.com/de/umwelts%C3%BCnde-mode-nur-fast-fashion-oder-geht-es-auch-nachhaltig/a-43344256) Indem wir vor Ort eine Kultur initiieren Kleidung länger zu nutzen, zu reparieren und zu tauschen bis das tatsächliche Ende ihrer Lebensdauer erreicht ist, unterstützen wir die nachhaltigen Prinzipien Refuse, reduce, reuse, repair, recycle. Gleichzeitig können wir unmittelbar Menschen helfen ihr Lebenshaltungskosten in diesen Zeiten zu reduzieren.
Wie die Idee umgesetzt wird
Als Lebensgemeinschaft von 65 Personen betreiben wir seit 15 Jahren eine kleine vielgenutzte Kleiderkammer für uns selbst. Diese wollen wir für die Dorfgemeinschaft und Menschen aus der Region öffentlich nutzbar machen indem wir sie Renovieren und regelmäßige, wöchentliche Öffnungszeiten umsetzen. Zusammen mit unserem Wochenend- Kulturcafé organisieren wir von Zeit zu Zeit Kleidertauschparties und Repaircafé Veranstaltungen um das Angebot bekannt zu machen. (Das Kulturcafé eröffnete 2019 und hat guten lokalen wie regionalen Zulauf. Es eignet sich gut als Plattform für weitergehende Workshops.
Wie können andere mitmachen?
Menschen aus der Nachbarschaft können gut erhaltene Kleidung abgeben und mitnehmen, sich an den Schichten zur Abdeckung der Öffnungszeiten beteiligen oder helfen die Kleidung regelmäßig zu sortieren und aufzuräumen. Auch Näh- und Reparaturworkshops können sie selbst anbieten oder daran teilnehmen. Eine Kooperation mit den örtlichen Landfrauen, Flohmarktinitiativen u.a. wird angestrebt. Das Projekt reiht sich ein in die Netzwerkarbeit der Gemeinwohl im Tal e.G. (https://talvolk.de/)
Dafür setze ich das Preisgeld ein
Vor einer öffentlichen Nutzung muss der Raum zum Kleidertauschen dringend einmal renoviert und schön gemacht werden. Von dem Preisgeld könnten wir Gips, Farbe, neue Lampen und einen einfachen Bodenbelag kaufen. Für die Workshops brauchen wir außerdem zwei tüvgeprüfte Nähmaschinen.
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